Morgan Threewheeler

In den 42 Jahren zwischen 1909 und 1951 wurden über 40.000 Exemplare des dreirädrigen Gefährts verkauft. Damit stellten sie fast eine Parallelwelt zu den normalen Vierrad-Mobilen dar.
Klar man mag erst lachen, wenn man das Automobil sieht, aber spätestens wenn man ihn sieht, wenn er losrast, gehen die Lachfalten ganz schnell aus dem Gesicht. Denn den flotten Dreier konnte man auf verschiedenen Rennveranstaltungen sehen.
Erfinder des Vehikels ist Harry Frederick Stanley Morgan. Sie waren zwar klein und leicht, aber dafür flink. Der Gedanke kam einfach daher, dass man viel fürs Geld bieten wollte. Er verabscheute Schulden und wollte alles gut finanziert haben. Man blieb halt immer beim Altbewährten. Kaum eine Neuerung hatte Chance. So zeigt zum Beispiel das Thema Einzelradaufhängung, dass dies noch bis heute Bestand hat.
Das Leben des H.F.S. Morgan zeichnet sich so ab, dass er 1912 seine Frau Hilda heiratete und sechs Kinder wurde das Leben geschenk. Eines davon wurde der Thronfolger des Vaters und sollte das Unternehmen fortführen. Er gründete die Morgan Car Company Ltd. und umrundete mit 96 km/h den Kult-Kurs von Brooklands.
Durch die Vorstellung auf der Londoner Olympia Show und die Rennerfolge mit dem Wagen, war die Begeisterung für das Auto riesengroß. Allein durch die Anzahlungen konnte man Werkzeugmaschinen und endlich die erhofften Erweiterungen finanzieren.
Das Modell Grand Prix wurde bis 1926 zu eines der Lieblinge aus dem Hause, später kamen dann noch der Aero und Super Sports hinzu.
Aber H.F.S. dachte auch an den Mann mit weniger Geld im Beutel. Man bekam schon ab 95 Pfund Sterling den Family und für 145 Pfund den Sports Family.
Die Motoren wurden von Zulieferern wie J.A.P., Anzani oder Matchless geliefert. Diese hatten Luft- oder Wasserkühlung und randalierten in der Front vor sich hin.
Ab 1933 kam mit dem F-Type von Ford ein Vierzylinder mit besseren Manieren auf den Markt. Aber leider war dieser nicht so dynamisch wie die bisherigen V2-Motoren.
1935 wurde ein neues Gesetz verabschiedet. Durch die neue Steuer wurde das motorradähnliche Gefährt vom Markt vertreiben, sogar die Autos mit vier Rädern aus dem eigenen Haus waren daran beteiligt. Aber erst am 29. Juli 1952 wurde der letzte Threewheeler aus dem Werk verabschiedet. Aber er stand schon einige Zeit herum.