Hispond-Suiza Alfonso XIII
Am 14. Juni 1904 wurde durch den Genfer Ingenieur Mark Birkigt das Unternehmen La Hispano-Suiza de Automoviles in Barcelona gegründet. Möglich wurde dieses Projekt eine mutige Initiative seines Geschäftspartners Damian Mateu.
Sie hatten nur 250.000 Peseten Startkapital. Mit dem Namen und dem fliegenden Storch als Kühlerabzeichen setzte Birkigt seiner alten und neuen Heimat ein Denkmal. Der Storch ist nämlich das stilisierte Wappen Spaniens und der Schweiz.
Schon kurz nach der Fertigstellung machte das Produkt Aufruhr. Die katholische Majestät Alfonso XIII erblickte den Wagen auf einer Ausstellung in Madrid. Sofort bestellt er drei von den Modellen. Durch die Erfahrungen, dem Charisma und der hohen Fertigungsqualität konnte Birkigt von Anfang an auf die Verbundenheit der Royals zählen.
Ab 1905 und in den darauf folgenden 40 Jahren wurden insgesamt 90 Hispano-Suiza zum Fuhrpark dazugekauft.
1909 schenkte die Gattin der Majestät einen Prototypen zum Geburtstag. Ab dann durfte sich der T15 Alfonso XIII nennen.
1912 erhielt er dann endlich sein endgültiges Aussehen und war der erste Seriensportwagen der Welt. Obwohl er sehr zerbrechlich schien, konnte er durch Robustheit überzeugen. Damit machte sich das Unternehmen auch den Namen.
Den Wagen gab es in verschiedenen Varianten. Entweder mit kurzem Chassis oder einer, wo die Radnaben 3000mm auseinanderstanden.
Die Karosserie bestand aus einem Standardrahmen und die Speichenräder waren an Starrachsen angebaut. Die Handbremse bestand aus einem langen Stock, der rechts außen seinen Platz fand.
Das Fußpedal für die Bremse lag an gewohnter Stelle.
Der Motor war ein Monoblock-Vierzylinder und hatte 64 PS bei 2300 Umdrehungen. Die Bohrungen waren doppelt so groß wie normal und das Triebwerk erhielt dadurch die nötige Elastizität. Im Inneren bestand der Motor aus Graugusskolben mit rohförmigen Pleueln und die Kurbelwelle drehte sich in vier Gleitlagern.
Die Ölpumpe und der Reservetank waren Komponenten für die Niederdruckumlaufschmierung. Ein Ventilator kühlte unterstützend das Aggregat.
Motor und Getriebe waren erst mit drei Fahrstufen, später dann mit vier Stufen verbunden. Anfangs baute man Konuskupplungen ein, das änderte man aber in Mehrscheibenkupplungen.
Das Leergewicht des Wagens belief sich auf 660 Kilogramm. Der Alfonso X/// war ein sportliches Auto und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von fast 130 km/h. Zu damaliger Zeit gehörte er zwar nicht unbedingt zu den schnellsten Autos, aber er war sehr handlich steuerbar und dadurch flink.
1910 reiste Mark Birkigt nach Paris, um einen Standort für sein Tochterunternehmen zu finden. Kurz neben der Weltstadt wurde er fündig. Dort leaste man für drei Jahre ein Tramdepot. Ab Juli 1911 wurden dann die Autos gefertigt. Bis 1913 wurden insgesamt 769 Exemplare des Alfonso XIII gebaut.