Bugatti Typ 13
Ettore Bugatti lebte zwischen 1881 und 1947. In dieser Zeit war er der Schöpfer von rund 7800 Fahrzeugen. Seiner Meinung nach waren es alle mechanische Kunstwerke. Dies hatte er mit dem italienischen Enzo Ferrari gemeinsam. Auch Bugatti hatte italienische Wurzeln. Aber im Gegensatz zu Ferrari wollte Bugatti die Welt erleben. Ferrari verließ kaum seine Geburtsstadt Modena.
Bugatti selber fühlte sich als Franzose. Seine Mailänder Herkunft bezeichnete er als kleine Panne.
1910 gründete er in der Nähe von Straßburg die Automobiles E. Bugatti. Bis Ende des ersten Weltkrieges gehörte das Land noch zu Deutschland. Als Produktionsort nahm man eine alte Färberei. Er selber wohnte in einem Schloss. Er verhielt sich wie ein König und führte den Hof wie ein Feudalherr.
Bevor er selber zum Unternehmer wurde, arbeitete er in Köln als Chefingenieur bei der Gasmotorenfabrik Deutz. Er wurde bald achtungsvoll als „Le Patron“ bezeichnet. Dort entwickelte er ein kleines Meisterstück und bezeichnete es als Typ 10.
Nach einigen Überarbeitungen kam dann Typ 13 auf den Markt und ging in Serie. Leider stand der Wagen auf dem Pariser Autosalon in einer Ecke und bekam deshalb nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Merkmal des Wagens war die obenliegende Nockenwelle. Der Vierzylinder hatte 1327 cm³ und wurde durch eine Königswelle angetrieben. Erst hatte der Motor acht Ventile, später dann auch 16 Ventile zur Verfügung.
Bis 1923 wurde der Aufbau von Widerkehr und Durr in Colmar gefertigt. Es basierte auf einem einfachen Leiterrahmen. Die Räder waren an einer Starrachse aufgehängt. 1913 bekam der Motor dann eine Ölpumpe und einen hufeisenförmigen Kühler. Schon damals konnte der Typ 13 im Rennsport für Aufsehen sorgen. Bester Beweis dafür ist der zweite Platz beim Großen Preis von Frankreich 1911 in Le Mans. Der Pilot Paladin Ernst lenkte den Wagen zu den Erfolgen und auch nach dem zweiten Platz konnten Siege bei verschiedenen Grand Prix geholt werden.
Um 1920 wurden 40 Brescia-Modelle gebaut. Diese hatten einen sehr kurzen Radstand von nur 2000 mm, rollengelagerte Kurbelwellen, zwei Magnetzünder und eine Torpedo-Karosserie. Diese wurden an private Rennfahrer oder an reiche Bürger verkauft.
Bis 1926 war die Modellreihe mit 2435 Stück zum Topseller geworden bei Bugatti.